Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb? | Agentur404
Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?
Baukasten, Freelancer oder Agentur: welche Preise für Handwerker-Websites üblich sind, welche laufenden Kosten dazukommen und worauf Sie achten sollten.
LS
Levin Spiekermann
Mitgründer, Webentwicklung
Eine Website für einen Handwerksbetrieb kostet einmalig zwischen null und mehreren tausend Euro, dazu kommen laufende Kosten von etwa 10 bis 80 € im Monat. Wo Sie in dieser Spanne landen, hängt weniger von der Technik ab als von zwei Fragen: Wer schreibt die Texte und macht die Fotos? Und wie viele Leistungen wollen Sie einzeln zeigen?
Grob lassen sich drei Wege unterscheiden:
Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS und ähnliche): kein Einmalpreis, etwa 10 bis 40 € im Monat. Dafür bauen Sie selbst, und die Website gehört nicht Ihnen, sondern läuft nur, solange Sie das Abo bezahlen.
Freelancer: meist 1.000 bis 3.000 € einmalig. Gut, wenn die Person erreichbar bleibt. Schwierig, wenn sie in zwei Jahren keine Zeit mehr hat und niemand sonst das System kennt.
Agentur: von unter 1.000 € für eine einzelne Seite bis über 10.000 € für große Projekte. Für einen typischen Handwerksbetrieb liegen sinnvolle Angebote eher im unteren vierstelligen Bereich.
Wovon der Preis abhängt
Ob eine Website 800 oder 5.000 € kostet, entscheidet sich selten am Design. Diese Punkte treiben den Preis:
Anzahl der Seiten
Eine einzelne Seite mit Leistungen, Kontakt und Öffnungszeiten ist schnell gebaut. Jede weitere Seite braucht eigenen Text, eigene Bilder und eine eigene Überschrift für Google. Ein Malerbetrieb mit fünf Leistungen von Innenanstrich bis Fassade braucht mehr Seiten als ein Schlüsseldienst mit einer.
Texte und Fotos
Das ist der Punkt, den die meisten unterschätzen. Liefern Sie die Texte selbst, sparen Sie Geld, brauchen aber Zeit, und viele Projekte bleiben genau hier wochenlang liegen. Lassen Sie die Texte schreiben, kostet das mehr, die Website ist dafür schneller online und meist besser bei Google, weil die Texte auf Suchanfragen hin geschrieben sind.
Bei Fotos gilt dasselbe: Eigene Fotos von echten Baustellen und dem echten Team wirken besser als jedes Stockfoto. Ein gutes Handy reicht dafür oft aus.
Funktionen
Ein Kontaktformular gehört zur Grundausstattung. Teurer wird es bei Online-Terminbuchung, einem Rückruf-Button mit Weiterleitung, einem Kundenbereich oder einer Anbindung an Ihre Handwerkersoftware. Fragen Sie sich bei jeder Funktion, ob Ihre Kunden sie wirklich benutzen würden.
Lokale Suchmaschinenoptimierung
Damit Sie bei „Elektriker Minden“ oder „Dachdecker in der Nähe“ auftauchen, braucht die Website saubere Überschriften, Ihren Ort und Ihr Einsatzgebiet im Text und eine Verbindung zu Ihrem Google-Unternehmensprofil. Das kostet beim Bau etwas mehr Zeit und ist der Teil, der sich später am meisten auszahlt.
Die laufenden Kosten
Nach dem Livegang kommen jeden Monat Kosten dazu, die im ersten Angebot oft fehlen:
Domain: etwa 1 bis 2 € im Monat für eine .de-Adresse.
Hosting: der Server, auf dem die Website liegt. Je nach Anbieter 5 bis 30 € im Monat.
Technische Pflege: Updates, Sicherheitskorrekturen, ein gültiges SSL-Zertifikat. Bei WordPress-Websites ist das kein Extra, sondern Pflicht, denn ungepflegte Installationen sind eines der häufigsten Einfallstore für Angreifer.
Inhaltliche Änderungen: neue Öffnungszeiten, ein neues Teammitglied, eine Stellenanzeige. Entweder machen Sie das selbst, oder Sie bezahlen jemanden dafür, pro Auftrag oder als Pauschale.
Rechtliche Anpassungen: Wenn sich Gesetze ändern, müssen Impressum und Datenschutzerklärung nachziehen. Was auf die Website eines Betriebs gehört, steht im Artikel Website-Pflichten für Betriebe.
Rechnen Sie also nicht nur den Einmalpreis, sondern die Kosten für drei Jahre. Ein günstiger Baukasten für 30 € im Monat kostet in drei Jahren über 1.000 €, und danach gehört Ihnen trotzdem nichts.
Was ein Handwerksbetrieb wirklich braucht
Ein Handwerksbetrieb braucht keine aufwendige Website. Er braucht eine, die drei Dinge gut macht:
Eine Seite pro Leistung
Wer „Badsanierung Herford“ sucht, will nicht auf einer Startseite landen, auf der zwischen Heizung, Solar und Kundendienst irgendwo auch „Bäder“ steht. Eine eigene Seite pro Leistung beantwortet die Suche genau und hat bei Google bessere Chancen. Dort stehen Fotos dieser Arbeit, was sie ungefähr umfasst und wie man anfragt.
Das Einsatzgebiet
Schreiben Sie, wo Sie arbeiten: die Orte, die Kreise, den Umkreis in Kilometern. Das hilft Kunden bei der Entscheidung, ob sich die Anfrage lohnt, und Google bei der Frage, für welche Orte Ihre Website passt.
Eine Anfrage, die auf dem Handy funktioniert
Die meisten Ihrer Kunden schauen sich Ihre Website auf dem Smartphone an, oft direkt nachdem ihnen etwas kaputtgegangen ist. Die Telefonnummer muss mit einem Tipp anrufbar sein, und das Anfrageformular darf nicht mehr als vier oder fünf Felder haben. Ein Feld für ein Foto vom Schaden spart Ihnen den Rückruf, in dem Sie erst fragen müssen, worum es geht.
Worauf Sie beim Angebot achten sollten
Der Preis allein sagt wenig. Diese Fragen sollten Sie vor der Unterschrift stellen:
Gibt es eine Mindestlaufzeit? Manche Anbieter bauen die Website scheinbar günstig und binden Sie dafür an einen Vertrag über 24 oder 36 Monate. Rechnen Sie die Monatsraten zusammen.
Wem gehört die Domain? Die Domain muss auf Ihren Namen laufen, nicht auf den der Agentur. Sonst können Sie nicht wechseln, ohne Ihre Adresse zu verlieren.
Ist es eine Miet-Website? Bei Mietmodellen gehört die Website dem Anbieter. Kündigen Sie, ist sie weg. Fragen Sie, ob Sie die Website bei einem Wechsel mitnehmen können.
Was ist im Preis enthalten? Texte, Fotos, Impressum und Datenschutzerklärung, Einrichtung des Google-Profils: Steht das ausdrücklich im Angebot, oder kommt es später als Nachtrag?
Wie viele Korrekturrunden gibt es? Ein Festpreis ist nur dann fest, wenn klar ist, wie oft Sie Änderungen am Entwurf verlangen können.
Was kostet eine Änderung nach dem Livegang? Fragen Sie nach einem konkreten Beispiel, etwa einer neuen Leistungsseite.
So rechnen wir bei Agentur404
Wir bieten drei Festpreise an, alle einmalig und zzgl. MwSt.:
Starter für 599 €: eine Seite mit Kontaktformular, Impressum und Datenschutzerklärung. Passt für Betriebe, die vor allem erreichbar sein wollen.
Professional für 999 €: bis zu fünf Seiten, lokale Suchmaschinenoptimierung und ein Jahr Hosting inklusive. Für die meisten Handwerksbetriebe der richtige Umfang, zum Beispiel Start, drei Leistungen und Kontakt.
Premium für 1.399 €: bis zu zehn Seiten. Wir schreiben die Texte und richten Ihr Google-Unternehmensprofil ein.
Danach kostet der Betrieb 25 € im Monat für Hosting und Updates, 50 € mit Inhaltspflege oder 80 € mit laufender Suchmaschinenoptimierung. Alle monatlichen Pakete laufen ohne Mindestlaufzeit und sind jederzeit kündbar. Nach der Abnahme gehört die Website Ihnen, auch wenn Sie kein Paket buchen. Was in welchem Paket steckt, sehen Sie auf der Seite Webdesign.
Der nächste Schritt
Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Website konkret kosten würde, schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Nach einem kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie einen festen Preis. Wir bauen Websites für Betriebe in ganz Ostwestfalen-Lippe, etwa in Bielefeld, Minden, Herford oder Lübbecke.